Wissens- und datenbasierte Personalisierung von Medizin am Point of Care

Allgemeine Informationen


Projektzeitraum:
Vom 1. 3. 2021 bis zum 31. 8. 2025
Beteiligte Personen:
Gesponsert von:
  • DFG
Referenznummer:
GRK 2535

Beschreibung


Haupt-Projektseite

Dank der zunehmenden Digitalisierung in der Medizin werden immer mehr Daten verfügbar, etwa in elektronischen Patientenakten, durch Laboranalysen oder auch in Behandlungsleitlinien. Eine Herausforderung besteht darin, das in diesen sehr verschiedenartigen Daten enthaltene Wissen am Behandlungsort für konkrete einzelne Therapieentscheidungen verfügbar und nutzbar zu machen. Existierende klinische Informationssysteme ermöglichen zwar das Sammeln und Speichern wichtiger Informationen, aber in der Regel relativ unstrukturiert und ohne individuelle, kontextbezogene Zusammenstellung der für eine Behandlungsentscheidung relevanten Fakten. Ziel des Graduiertenkollegs ist die Ausbildung von Nachwuchsforscherinnen und - forschern aus den Fächern Medizininformatik, Informatik, Statistik, Epidemiologie und Psychologie, so dass sie einen ganzheitlichen Überblick über den Forschungsstand zur wissens- und datenbasierten Personalisierung von medizinischen Entscheidungsprozessen erhalten und interdisziplinär neue Methoden entwerfen und prototypisch am Beispiel des malignen Melanoms implementieren lernen. Hierzu werden in neuartiger Weise Methoden aus den Gebieten Informationsextraktion, Wissensrepräsentation mit maschinellen Lernverfahren und Erkenntnissen zur Nutzerinteraktion am Point of Care (PoC) kombiniert. Durch fächerübergreifende Maßnahmen, insbesondere durch Hospitationen in der Hautklinik, werden Verständnisbarrieren zwischen den Disziplinen abgebaut. Einzigartig für ein Graduiertenkolleg ist die institutionsübergreifende Kooperation zwischen der FH Dortmund, der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsmedizin Essen, die auf einer bereits über einen gemeinsamen Studiengang Medizininformatik bestehenden Zusammenarbeit aufgebaut ist. Die Antragstellerinnen und Antragsteller repräsentieren zusammen eine breite Expertise in den Fachgebieten medizinische Informatik, Bioinformatik, Epidemiologie, künstliche Intelligenz, Psychologie, Radiologie und elanomforschung. Absolventinnen und Absolventen unseres Programms werden in die Lage versetzt, führende Rollen im Digitalisierungsprozess des Gesundheitswesens einzunehmen und mit Hilfe von Verfahren der künstlichen Intelligenz Behandlungswege unter Berücksichtigung der direkten Rückmeldung und Erfahrung der behandelnden Ärztinnen und Ärzte weiter zu verbessern.